Mittwoch, 24. Januar 2018

Exerzitien im Alltag - Ein persönlicher Erlebnisbericht. Mit Christus schweigen und beten



„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,da bin ich mitten unter ihnen“
(Matthäus18,20)

Seit mehreren Jahren lädt Gemeindereferentin Dorothea Koch, begleitet von einem erprobten Team, zu den Exerzitien im Alltag in das Missionspriesterseminar der Seyler Missionare ein. Bereits beim Betreten des Foyers wird die Gastfreundschaft des Hauses spürbar, die den geeigneten Ort für das spirituelle Angebot bietet.
Während der Exerzitien der vergangenen Jahre beschäftigten wir uns mit Themen wie „Barmherzigkeit“, oder „Theresa von Avila“. Die letzten Exerzitien thematisierten das Gebet aller Christen, das „VATER UNSER“.

Neben der privaten Übungszeit erleichtern ritualisierte Abläufe den Zugang zum Gebet. Nach den wöchentlichen Treffen in der Gemeinschaft, fokossiert auf Gottes Gegenwart und visualisiert durch das Bild der „Hand Gottes“ im Zentrum des Raumes, versammelten wir uns in Kleingruppen zum Gedankenaustausch.
 
Bild: Rosi Schmitz-Krome
Die Betrachtung des Gebets mit neuen Impulsen, lässt uns einzelne Aussagen neu entdecken und bereichert unsere Empfindungen und Erfahrungen. Bereits das Umstellen der ersten Aussage „ Vater unser“ in „Unser Vater“ eröffnet einen anderen
Zugang zum Gebet. Die wöchentlichen Treffen beenden wir, ausgerüstet mit den Aufgabenfür die nächste Woche, mit Gebet und Gesang in der Krypta. Im Wochenverlauf bereichern die Einzelgespräche in geistlicher Begleitung die Glaubenserfahrung. Das bewusste tägliche Innehalten, angeleitet durch die Impulse für die nächste Woche, gibt der Gottesbegegnung Raum. Immer wiederkehrende Rituale ebnen den Weg zu „Ihm“ (Gott). Sich bewusst auf Gebet und Stille einlassen ist ein Wert, den wir wieder entdecken. Es hilft uns, unser eigenes Verhältnis zu Gott zu finden. Das „Vater unser“ verbindet uns mit der Exerzitiengruppe, die dieses Gebet betrachtet und lebenswirksam werden lässt. Ausgehend vom bedingungslos vergebenden Vater hinterfragen wir unsere eigene Praxis des alltäglichen Vergebens. Gemeinsames und persönliches Üben bildet uns im Glauben. Wir haben das Gebet der Gebete für uns erspürt und können es jetzt inniger beten.
Aus dem betenden und meditierenden Glauben gewinnen wir Optimismus und blicken hoffnungsvoll und zuversichtlich in die Zukunft, um gestärkt Jesu Geburt zu erwarten.

Rosi Schmitz-Krome
Margret Hoffmann

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