Samstag, 21. März 2020

Wie ein irischer Segenswunsch in Coronarer Zeit ...



Mögen die, deren Alltag nun Einschränkungen unterliegt,
sich an die erinnern, deren Leben bedroht ist.

Mögen die, die zu keiner Risikogruppe gehören,
sich an die erinnern, die am stärksten verwundbar sind.

Mögen die, die den Vorteil von Heimarbeit haben,
sich an die erinnern, die sich Kranksein nicht leisten können und zur Arbeit müssen, um ihre Miete zu bezahlen.

Mögen die, die eine flexible Kinderbetreuung haben, wenn Schulen und Kitas geschlossen sind,
sich an die erinnern, die diese Möglichkeit nicht haben.

Mögen die, die Reisen absagen müssen,
sich an die erinnern, die keinen sicheren Zufluchtsort haben,

Mögen die, die etwas zurückgelegtes Geld in den Turbulenzen des Börsenmarktes verlieren,
sich an die erinneren, die gar keine Rücklagen haben.

Mögen die, die zu Hause in Quarantäne bleiben müssen,
sich an die erinnern, die kein Zuhause haben.

Während Furcht sich unseres Landes bemächtigt,
lass uns auf Liebe setzen.
 
Wenn wir uns körperlich nicht in den Arm nehmen können,
lass uns andere Wege finden, wie wir an unsere Nächsten weitergeben, dass Gott uns umarmt.
Amen.


Dieses Gebet von Cameron Wiggins Bellm wurde in der Facebook-Gruppe Holy Pandemic! Encouragement & Memes von Heidi Campbell‎ veröffentlicht und von Ralf Peter Reimann ins Deutscheübersetzt / übertragen. Gerne verbreiten.


Freitag, 20. März 2020

Distanz bewahren - und doch Nähe ermöglichen


Vielleicht habt ihr den Text schon in den Medien gesehen. Er hat immer noch und immer mehr Wucht:
Corona: Italien ist ein paar Wochen voraus. Aber das alles kommt gerade auch zu euch. Deshalb aus Italien, für euch übersetzt:
Lernen wir zu verstehen: Das hier ist ein Kampf gegen unsere Gewohnheiten und nicht gegen ein Virus.
Das hier ist die Chance, einen Notfall in einen Wettkampf der Solidarität zu verwandeln.
Ändern wir unsere Art zu sehen und zu denken.
Nicht mehr: "Ich habe Angst, mich anzustecken" oder "Ich habe keine Angst, mich anzustecken", sondern: wir sind diejenigen, die die ANDEREN schützen.
Du bist mir wichtig.
Ich halte für dich Abstand.
Ich wasche meine Hände - für dich.
Ich streiche die Reise - für dich.
Ich verzichte auf das Konzert - für dich.
Ich gehe nicht ins Einkaufszentrum - für dich.
Für dich.
Für dich, der du auf der Intensivstation liegst.
Für dich, der du alt und gefährdet bist, dessen Leben aber genauso wertvoll ist wie meines.
Für dich, der du gegen den Krebs kämpfst und jetzt nicht auch noch dagegen kämpfen kannst.
Bitte: Heben wir den Blick.
Ich hoffe, dass in Italien die Solidarität nicht stehen bleibt. #ItaliaNonSiFerma
Alles andere ist unwichtig.
Gudrun Sailer auf Facebook, 13.03.20

Es ist wichtig, Distanz zu wahren.


Kontakt können wir auch über die Medien, oder wer nicht so Computeraffin ist, über Telefon halten.

Ihr erreicht das katholische Seelsorgeteam:
Peter H. Empontzpohl, Leitender Pfarrer, emontzpohl@katholisch-sankt-augustin.de
0173 / 665 4805
Dorothea Koch, Gemeindereferentin, koch.dorothea@katholisch-sankt-augustin.de
02241 / 319294
Anne Linden, Gemeindereferentin, linden@katholisch-sankt-augustin.de
02241 / 319034
Hanna Teuwsen, Engagementförderin, teuwsen@katholisch-sankt-augustin.de
0177 / 4026 630
Helmut Alenfelder, Gemeindereferent, alenfelder@katholisch-sankt-augustin.de
02241 / 58656
Andreas Ballhaus, Verwaltungsleiter, ballhaus@katholisch-sankt-augustin.de
02241 / 398030
Pater Josef Dadzie CSSp, Kaplan zur Aushilfe, pastoralbuero@katholisch-sankt-augustin.de
02241 / 39800
Norbert Koch, Gemeindereferent, koch.norbert@katholisch-sankt-augustin.de
02241 / 319294
Pater Nelson Kottiath OCD, Kaplan zur Aushilfe, nelson@katholisch-sankt-augustin.de
02241 / 39800
Gregor Platte, Pfarrvikar, platte@katholisch-sankt-augustin.de
02241 / 148 60 69
Marcus Tannebaum, Pastoralreferent, tannebaum@katholisch-sankt-augustin.de
0179 / 2038805
Pater Bernd Werle SVD, Pfarrvikar, werle@katholisch-sankt-augustin.de
02241/ 16 888 17
Simon Josef Beranek, Pastoralassistent, beranek@katholisch-sankt-augustin.de
02241 / 1624264
Erstes Jahr der Berufseinführung

 

Donnerstag, 19. März 2020

Einer des Anderen ... Klopapier?


Diese coronaren Zeiten bringen viel Schlechtes im Menschen heraus. 

 Allen Orten hört man von Klopapier-Verteilungskämpfen und im Internet werfen sich Leute gegenseitig vor, dass die jeweilige Bevölkerungsgruppe (alt, jung, Kinder etc. pp.) nicht konsequent genug zu Hause bliebe. Die Menschen haben Furcht vor der Krankheit und das zeigt sich wie so oft in Wut.

Aber diese Zeiten bringen auch viel Gutes im Menschen hervor. Eine Welle von Solidarität schwappt durch das Land. Bäckereien beliefern spontan ihre Kunden, Einzelhändler finden Wege dringend benötigte Produkte auch bei geschlossener Ladentür zu verkaufen, in den sozialen Netzwerken bilden sich Gruppen von Menschen, die Angehörigen der Risiko-Gruppen spontan Hilfe anbieten. Ärzt*innen, Pfleger*innen und Mitarbeiter*innen im Einzelhandel wachsen über sich und ihre eigenen Kräfte hinaus, um die Versorgung der Kranken und der Menschen weiter am Laufen zu halten. Diesen Menschen können wir alle nicht dankbar genug sein. 
Gottes Wort bietet uns allen einen sehr praktischen Ansatz, wie wir uns in dieser Krise zu verhalten haben. Im Galaterbrief des Apostels Paulus steht das schon geflügelte Wort in dem nach Ansicht mancher Exegeten die gesamte Ethik des Christentums zusammengefasst ist:

„ Einer trage des anderen Last; so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“

Dieser direkte Aufruf zur Solidarität kann uns in diesen Tage bewegen und motivieren. So wie Christus das Kreuz getragen hat, so sollen wir auch die Last der anderen tragen, sie unterstützen, die Meile mehr mit Ihnen gehen und so diese Welle der Solidarität in der Gesellschaft weiter tragen.
Gerade jetzt kann man das auch ganz praktisch sehen: Wer für Risikogruppen einkaufen geht, der trägt ihre Last.


Guter Gott,
bitte schenke den Menschen auch weiterhin den Geist deiner Nächstenliebe und deines Mitgefühls, so dass sie sich auch weiterhin für ihre Mitmenschen einsetzen.
Schenke mir die Einsicht zu sehen, wer in meiner Nähe auch meine Hilfe brauchen kann.
Schenke denen, die in ihrem Beruf für andere da sind, um ihnen zu helfen oder sie zu heilen deine Stärke und deinen Mut.
Sei bei uns allen in diesen schweren Zeiten.
Amen

Fabian Gäb

Mittwoch, 18. März 2020

Gegen die Ohnmacht und für ein solidarisches Miteinander

Je nachdem wo Du wohnst, hörst Du vielleicht mehrmals täglich die Glocken einer naheliegenden Kirche läuten. Ich persönlich habe das Glück (und das mein ich so), das ich bei guter Windrichtung sogar zwei, manchmal drei Kirchen höre. Und die schöne kleine Glocke der Friedhofshalle der Stadt Sankt Augustin. Diese läutet natürlich anlassbezogen, die Kirchenglocken aber mehrmals am Tag und unterschiedlich in den Traditionen der jeweiligen Orte morgens, mittags und Abends - und vielleicht sogar noch Stundenschläge. Das ist schon Jahrzehnte oder länger so, aber manchmal wie in einem Fall in der Stadt ziehen dann Menschen neu in den Schatten der Kirche und beschweren sich über diese Rhythmusschläge, auch wenn diese schon länger da sind als die Beschwerdeführer vielleicht in der Stadt oder auf der Welt sind. Dann werden Klöppel gedämpft, Schallbretter am Kirchturm verändert und Schläge ausgesetzt.

Es bleibt aber das Recht der Kirche, denn dafür ist sie da und das kann niemand verleugnen, dass er das nicht geahnt hätte, das die Glocken zum Gottesdienst rufen.


Neu hat das Erzbistum Köln alle Katholischen Kirchen gebeten, jeden Tag um 19:30 zu läuten.
Und damit in diesen Zeiten natürlich nicht zu einem Gottesdienst in die Kirche einzuladen, sondern einzuladen, dass zu dieser Zeit jede/r zu Hause kurz innehalten kann und an seine Mitmenschen denken kann, die er nicht physisch treffen kann in dieser Zeit.
Manchem hilft dazu ein Gebet. Vielleicht zündet man auch eine Kerze an. Oder ist einfach nur (gemeinsam) still.

Drei Gebete stelle ich hier zur Verfügung:
eines von einem Bischof, eines, das jemand aus unserer Gemeinde für Familien mit Kindern formuliert hat (Danke Fabian!) und ein sehr altes aus der lateinischen Tradition des Stundengebetes, das für Ältere Menschen vielleicht vertraut sein kann:


Gebet in der Zeit der Corona-Pandemie
Jesus, unser Gott und Heiland,
in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt
kommen wir zu Dir und bitten Dich

-> für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;
-> für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;
-> für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken
kümmern;
-> für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und weltweit,
die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;
-> für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;
-> für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;
-> für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden;
-> für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren.
Herr, steh uns bei mit Deiner Macht,
hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen.
Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander.
Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen.
Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben.
Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind,
um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren,
so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind.
Wir stehen in der Fastenzeit.
In diesem Jahr werden uns Verzichte auferlegt,
die wir uns nicht freiwillig vorgenommen haben und
die unsere Lebensgewohnheiten schmerzlich unterbrechen.
Gott, unser Herr, wir bitten Dich:
Gib, dass auch diese Fastenzeit uns die Gnade schenkt,
unseren Glauben zu vertiefen
und unser christliches Zeugnis zu erneuern,
indem wir die Widrigkeiten und Herausforderungen, die uns begegnen, annehmen
und uns mit allen Menschen verstehen als Kinder unseres gemeinsamen Vaters im Himmel.
Sei gepriesen in Ewigkeit. Amen.
***
(Es können ein Vater unser und ein Gegrüßet seist du, Maria angefügt werden.)




Oder die Version für Familien: 
Herr Jesus Christus,
 in dieser schwierigen Zeit möchten wir dich bitten, dass du mitten unter uns bist.
 Bitte hilf uns zusammen zu halten und uns gut miteinander zu vertragen.
 Bitte stärke uns, damit wir denen helfen können, die unsere Hilfe brauchen.
 Bitte gib uns die Kraft diese Zeit auszuhalten.
 Bitte beschütze unsere Gesundheit.
 Bitte segne unsere Familie und alle, um die wir uns Sorgen machen.
Wir bitten dich:
•       Für alle die krank sind. Bitte sei bei ihnen und beschütze sie.
•       Für alle, die den Kranken helfen. Bitte stärke sie mit deinem Geist.
•       Für alle, die sich um ihre Familien sorgen.
•       Für alle Kinder, die nicht so fröhlich spielen können, wie sonst immer.
•       Für alle Eltern, die jetzt ihre Kinder und ihre Arbeit vereinen müssen
•       Für alle, die in diesen schweren Zeiten versuchen die richtigen Entscheidungen für die Menschen zu treffen.
Wir danken dir dafür, dass du uns niemals verlässt und immer bei uns bist, egal wo wir sind und wie es uns gerade geht. Dir Herr sei Lob und Preis, jetzt und bis in alle Ewigkeit. Amen



Und das Mariengebet:
Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir,
o heilige Gottesgebärerin,
verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren.
O du glorreiche und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Versöhne uns mit deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stelle uns vor deinem Sohne.


Sind wir heute Abend gemeinsam dabei? 

Dienstag, 17. März 2020

Möglichkeiten verbunden zu bleiben ...

Es gibt einiges, das man schon lange im Netz finden kann - richtige Netzgemeinden, Gebetsinitiativen, Hilfsaktionen, Impulse ... exemplarisch werden hier einige Lesezeichen gezeigt und empfohlen, z.B.

... die Netzgemeinde dazwischen teilt bei facebook ("da_zwischen") am 14.3.:

Im Dazwischen unserer Unsicherheit: sei da.
In den Freiräumen unserer Woche: weite unseren Blick.
Zwischen den Zeilen der vielen Nachrichten sprich dein Wort: "Ich bin bei Dir, alle Tage."
In die Leerstellen unserer Fragen, beruhige uns.
In den Abständen zwischen den Mitmenschen, lass Rosen blühen.
Amen.🙏

Danke an den Künstler Tim Ossege @seileise für die Möglichkeit, sein Kunstwerk "Don't forget humanity" weiterzuleiten.
 
Wer das Stundengebet der Kirche kennt und online pflegen möchte, findet bei Twitter eine Möglichkeit mit mehreren tausend Followern: Twomplet am Abend oder Twaudes am Morgen.


Und für die vielen Kinder und Familien, die sich auf die Erstkommunion vorbereiten - und jetzt eine ganz besonders leere Zeit erleben müssen: Das Erzbistum Köln bietet eine Koki-Bibelchallenge an:
Hier findet ihr Informationen und könnt euch anmelden, am Mittwoch geht es dann los!



Und viele Aufbrüche in diesen besonderen Tagen gibt es auch: wenn auch die Jugendbegegnungen "auf dem Hügel" in Burgund wie alle anderen Treffen ausgesetzt sind, so gibt es seit gestern Abend jeden Abend von Montag bis Samstag die Gelegenheit, ab 20:30 live bei facebook an einem Gebet in kleiner Gemeinschaft teilzuhaben - und der Dynamik von facebook folgend kann man dann auch sehen, wenn Freunde auch dabei sind. Ein sehr tröstlicher Gedanke in der Sehnsucht, auch wieder gemeinsam in einem Raum Singen, Beten und Leben zu können ...

Montag, 16. März 2020

Den Sonntag in der Familie mit einem Gottesdienst zu Hause feiern ...

Als am Samstagabend durch die Medien ging, dass die Kirchen auch bei uns geschlossen bleiben müssen, haben sich vielleicht manche gefragt, wie sie denn den Sonntagmorgen in der Familie auch feierlich und ein bißchen wie in der Kirche gestalten könnten - mit Ritual, wohltuendem, Gemeinschaft, ...

Auf eine Nachfrage hin hier ein kurzer Aufriss, was dafür ein Ablauf oder Elemente sein könnten:
Anfang (eröffnendes Gebet) - Sammlung (warum und was feiern wir heute?) -
auf Gott ausrichten (Lieder, Psalm, Lobpreis, ...) -
auf Gott hören (Bibellesung oder ähnliches und ggf. Auslegung) -
Gott bitten (frei, formulierte Fürbitten, Vater Unser) -
mit seinem Segen wieder in den Alltag weitergehen... 

(oder besser: solidarisch und verbunden mit allen im Haus bleiben )
Wer ein Gotteslob zu Hause hat: eine Gestaltung einer Wortgottesfeier ist dort ab Nr. 668 zu finden.
Gestaltungsideen für geistliche Impulse und Gebete für jeden Tag und viele Situationen sind unter den Nummer 1-29 und mehr zu finden.

Spannend wär natürlich, was Du / was Sie für einen guten Sonntagmorgen brauchen würdet? Was soll im Gottesdienst vorkommen? Was tut gut? Was wird vermisst? Was würde passen?
-> Gerne kommentieren oder mailen - und vielleicht einen weiteren Beitrag hier gestalten!


Und so wurde z.B. in einer Familie gefeiert:

Kerze anzünden: Zeichen für Jesus, Licht der Welt, mitten unter uns
Aus dieser Bibel wurde an der entsprechenden Stelle vorgelesen
der Psalm mit Kehrvers Gotteslob kam aus dem Gotteslob
Wer kein Instrument spielt, kann wie hier im
Bild ja auf einen Lautsprecher und Playback zurückgreifen ...
1. Lied: „Lasst uns Miteinander“
2. Kreuzzeichen
3. „Die Gnade Gottes und die Liebe unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch“
4. Sammlung: Warum wir hier sind
5. Gebet: frei
6. Psalm 23, Gotteslob 37
7. Lied: „Da berühren sich Himmel und Erde.“
8. „Herr Jesus Christus, Lob sei dir jetzt, allezeit und Ewigkeit“ Amen.
9. Exodus 17, 3 - 7
10. Katechese dazu
1. Das Volk denkt immer wieder in Not, dass Gott es verlassen habe.
2. Gott ist aber auch in der Wüste da und wenn große Not ist.
3. Die Menschen zweifeln an Gott, aber Gott hilft, manchmal auch auf
merkwürdige Art.
11. Fürbitten:
1. Für die Corona-erkrankten
2. Für die Ärzte und Mitarbeiter im Gesundheitsdienst
3. Für die Eltern, die jetzt Arbeit und Kinder unter einen Hut bringen
müssen.
4. Für die Alten, die nicht mehr raus können.
5. Für alle die den Gottesdienst vermissen
12. Vater Unser
13. Segen: "Es segne und behüte euch der allmächtige und barmherzige Gott, der
Vater, der Sohn und der Heilige Geist.“
14. Lied: „Danke für diesen guten Morgen.“


Danke, Fabian!



Der gute Hirte
1 Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. 2 Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. 3 Meine Lebenskraft bringt er zurück. Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen. 4 Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich. 5 Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, übervoll ist mein Becher. 6 Ja, Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang und heimkehren werde ich ins Haus des HERRN für lange Zeiten.

Sonntag, 15. März 2020

coronare Zeiten - die HimmelsZeltKapelle ist online besuchbar

Manch eine und einer konnte es sich gar nicht vorstellen: aber tatsächlich wurden in einer schnellen Steigerung der Vorsichtsmaßnahmen sämtliche öffentlichen Gottesdienste im Erzbistum Köln vom 15.3. bis Karfreitag 10.4. abgesagt. Schon mit einigen Stunden Vorlauf begannen an vielen Orten Überlegungen, wie man denn in dieser besonderen Zeit trotzdem besonders für Menschen als Kirche da sein könne. Wie auch die Politik empfiehlt, scheinen Social Media für die Kontaktpflege sehr wertvoll zu sein.

Hier also ein erster Versuch in diesen Tagen, der gleich auch noch einen Nachschlag bekommt.
Und die freundliche Einladung, hier zu reagieren, zu kommentieren, nach Beteiligung und Mitgestaltung zu suchen. Bitte - nehmen Sie, nehmt Ihr Kontakt auf und schreibt, ruft an, denkt mit, macht etwas für die Menschen um Euch herum!
Vielleicht kann die HimmelsZeltKapelle ein guter Ort werden für die kommenden 26 Tage und mehr.
(Wer möglicherweise die reale HimmelsZeltKapelle noch selten gesehen hat, findet hier einige Eindrücke (auch mit dem entsprechenden Label oben im blog)


Mein erster Aufschlag, der mir schon ein paar Tage durch den Kopf geht, kommt aus meinen aktuellen privaten Exerzitien im Alltag. In den Besinnungsanregungen für eine Gebets- und Stillezeit für jeden Tag stand die Frage nach dem Namen an, mit dem ich Gott anspreche. Wie rede ich ihn an an unterschiedlichen Tagen?
Da fiel mir einer der beeindruckenden Gottesdienste ein, die ich mit vielen vor einigen Jahren in der HimmelsZeltKapelle feiern durft - ohne noch viel mehr Worte hier einfach ein Bild davon und der Text, der mir seitdem wichtig geworden ist:





 Nur Du - Ein Chassidisches Gebet, zitiert bei Martin Buber:

Wo ich gehe: Du,
wo ich stehe: Du,
nur Du,
wieder Du,
immer Du,
Du, Du, Du.
Ergeht`s mir gut: Du,
wenn`s weh mir tut: Du,
nur Du,
wieder Du,
immer Du,
Du, Du, Du.
Himmel: Du,
Erde: Du,
oben: Du,
unten: Du.
Wohin ich mich wende,
an jedem Ende: Du,
nur Du,
wieder Du,
immer Du,
Du, Du, Du.


Mittwoch, 25. Dezember 2019

Ein Kind in Betlehem

Gloria, das Kind ist da!
So haben am Heiligen Abend in der Krippenfeier Engel und Hirten gesungen.
So oder in Variationen in allen Sprachen der Welt singen Eltern wohl, wenn das Kind dann da ist.


In Betlehem in Israel,
je nach politischer Ausrichtung würde man sagen in den palästinensischen Autonomiegebieten oder in den besetzten Gebieten oder in Palästina,
fast im Schatten der beeindruckenden Sperrmauer,
gegen die die Berliner Mauer wie ein schwacher Versuch erscheint,
gibt es ein Krankenhaus.
Ein Krankenhaus für Kinder.
Das einzige Kinderkrankenhaus im Westjordanland.


Das besondere daran: jede und jeder der kommt, wird behandelt.
Jede und Jeder zahlt nur das, was er zahlen kann.


Wie kommt das?
Das geht doch gar nicht!
Doch. Denn da kam mal jemand, der wußte das nicht, und der machte das einfach  ...
Naja, ganz so wohl nicht, aber das kann man ja nachlesen. Oder auch im Gedanken an das Kind im Stall etwas spenden. Frühchenrationen oder Erstkonsultationen z.B..


Das kann man auch in Betlehem finden. Und freundliche Gastfamilien in Bait Sahour gleich nebenan, wo die Hirtenfelder sind. Statuen auf einem Kreisverkehr und Kirchen erinnern an die biblische Geschichte.
Und natürlich war da auch das Friedenslicht aus Betlehem in der Krippenfeier.


Und die kleine Krippe für jedes Kind, das in der Verkündigung durch das Krippenspiel mitgearbeitet hat. Auch dafür war die kleine Reise dorthin gut und der Koffer durfte gerne überladen sein.
Marcus Tannebaum