Montag, 22. Dezember 2014

seht die vierte Kerze ...

Foto: Benedikt Bungarten
Texte aus unserer Frühschicht zum vierten Advent: 
 Aber die Zeit des Wartens auf die Ankunft des Herrn, kennt auch eine andere Seite. Für die hochschwangere Maria und  für Josef waren die Wochen der freudigen Erwartung auf das Kind, bestimmt von einer unfreiwilligen strapaziösen Reise von Nazareth nach Bethlehem. Um dann bei ihrer Ankunft in Bethlehem trotz einsetzender Wehen keine Unterkunft oder Aufnahme zu finden. 

Deshalb gehören  zum Advent auch die Erfahrungen des Unterwegsseins, von Heimatlosigkeit und der Sehnsucht nach einem Dach über dem Kopf. Es ist eine Zeit die uns wachsam und sensibel machen möchte für unsere eigene Beheimatung aber auch für Menschen, die gerade jetzt unter innerer und äußerer Obdachlosigkeit leiden.


 ... Derzeit sind weltweit mehr als 50 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Verfolgung. Für die meisten von ihnen gilt, wie vor 2.000 Jahren: Es ist kein Platz da in der Herberge. Auch in Deutschland nimmt die Zahl der Obdachlosen stetig zu. Schätzungsweise gibt es 290.000 Wohnungslose. Besonders in der Advents- und Weihnachtszeit werden sich viele ihrer Obdachlosigkeit schmerzhaft bewusst. Auch ein behagliches Zuhause kann nicht verhindern, dass Advent und Weihnachten zu einer Zeit der seelischen Obdachlosigkeit werden können, wenn nämlich die „Stille Nacht“ die Einsamkeit besonders spüren lässt, wenn Trennungsschmerz oder Trauer um geliebte Menschen mit ungeahnter Wucht einbrechen.

Welches Schicksal von Heimat- und Obdachlosigkeit berührt mich am meisten?
Welche liebgewordenen, vertrauten Erinnerungen verbinde ich mit Advent und Weihnachten?
Was macht diese Zeit für mich so heimelig?
Gibt es bei mir auch Momente des Unbehagens an dieser heiligen Zeit?
Wo kann ich Heimat finden und anderen Heimat sein?
  
Nun, das heutige Türchen im Adventskalender von Caritas International weist einen Weg, der in Sankt Augustin sogar schon einen Meldebogen hat:

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