Sonntag, 19. Oktober 2014

Salzkörner ... (Teil 1 von 4 oder mehr?)


(Gastbeiträge von vier jungen Frauen aus unserer Stadt, die gemeinsam mit Pater Devis eine Reise gemacht haben ...)

Indonesien - Erfahrungen auf einer vom Tourismus fast unberührten Insel
 

Als ich am 26. Juli in Frankfurt ins Flugzeug stieg, war ich voller Erwartungen auf Indonesien und wusste zugleich nicht wirklich, was mich dort erwarten würde.Sicher würde ich vielen Menschen begegnen und hoffentlich viel von der indonesischen Kultur und dem Leben dort kennenlernen. Und dann wären da natürlich auch noch die Projekte, die Pater Devis durch seine Stiftung „Salzkorn“ und die Sternsingeraktion 2013 unterstützte. Die wollte ich natürlich auch sehen.

Ich hatte geplant eine Woche auf Sumba (Pater Devis Heimatinsel) mit Sarah, Lydia und Pater Devis zu verbringen und anschließend mich mit Lisa auf Bali zu treffen und dort knapp eine Woche zu bleiben. Anschließend würde Lisa weiter nach Sumba und ich zurück in die Hauptstadt Jakarta fliegen, um mich dort am Tag darauf wieder auf die Rückreise zu machen. Aber das waren alles nur organisatorische Dinge. Wie sich später herausstellte, wurde unsere Reise viel facettenreicher, als wir es uns vorher ausgemalt hatten.
Auf Sumba hatten wir wohl alle die interessanteste Zeit. Auch wenn wir leider nicht alle gleichzeitig dort sein konnten und Lisa später, ohne uns, die Zeit auf Sumba verbrachte, so waren die Tage dort wohl die Intensivsten.

Wir waren in der Hauptstadt Waingapu auf Sumba in einem Kloster untergebracht,  in dem insgesamt 4 Schwestern leben. Das Leben ist dort sehr einfach und geduscht wird mit Hilfe eines Eimers, mit dem man sich das Wasser, das frisch aus dem Brunnen aus der Leitung kommt, über den Kopf gießt. Das klappte allerdings besser als ich gedacht hatte.
Wir lernten im Laufe der Woche von Pater Devis Mutter, wie man Kokosöl und gebackene Bananen zubereitet. Besonders das Herstellen von Kokosöl war eine so aufwendige Aufgabe, dass es bis zum Abend dauerte, bis das Öl schließlich fertig war. Zu unserer Freude, durfte jeder von uns davon etwas mit nach Hause nehmen.
Abends waren wir oft bei befreundeten Familien von Pater Devis eingeladen. Das ging manchmal, so sind die Indonesier nun einmal, auch ganz spontan, sodass wir nur kurz vorher Bescheid wussten. Und jedes Mal wurde jede Menge gekocht und vorbereitet, womit wir in Deutschland sicher unglaublich überfordert und gestresst wären.
Reis ist immer mit dabei, der ist dort so etwas wie das Grundnahrungsmittel. Besonders wenn viele Gäste da sind, ist ein riesiger Topf (etwa in Mülleimergröße) bis zum Rand mit Reis gefüllt, sodass wirklich jeder satt wird.
Dazu gibt es dann zum Beispiel roten Reis, Bittergemüse, scharf gewürztes Lammfleisch (und „scharf“ wird in Indonesien ganz anders definiert als in Deutschland!), Fisch oder Bananen zu essen.
Besondere kulinarische Abenteuer waren für uns Deutsche zum Beispiel gekochtes Hundefleisch oder Hühnerkrallen. Deren Geschmack war auch durchaus etwas gewöhnungsbedürftig. ;)
An einem Vormittag am traumhaftesten Strand, den ich je gesehen hatte und der aus einem Urlaubskatalog entsprungen hätte sein können, konnten wir dann aber auch frisch über dem Feuer gebratene Fische testen 
und zum Nachtisch direkt vom Baum gepflückte Kokosnüsse. Das Kokoswasser schmeckte so unglaublich gut, dass ich am liebsten auch davon welche mit nach Hause genommen hätte.
Von den Indonesiern wurden wir dort immer sehr herzlich aufgenommen, sodass es kaum möglich war, sich nicht wohlzufühlen. Fast bei jedem Treffen bekamen wir einen Schal als Gastgeschenk überreicht. Und als wir an einem Abend in traditionelle Gewänder eingekleidet wurden und am Gottesdienst teilnahmen, tanzten sogar die Kinder der Gemeinde in ihren traditionellen Kleidern für uns.
Alles in allem ging diese Woche viel zu schnell um. Aber die Eindrücke und Erfahrungen, die ich dort sammeln konnte, werde ich niemals vergessen. Und ich hoffe, dass ich irgendwann noch einmal die Gelegenheit habe nach Indonesien und vielleicht auch auf Sumba zu fliegen, denn dieses Land hat noch viel mehr Dinge zu bieten, die es sich zu entdecken lohnt!

Hannah W.

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