Mittwoch, 12. Juni 2019

Am Pfingsttag ... 4/9

Am Pfingsttag kam ein Rauschen, wie züngelnde Flammen, und sie begannen zu reden.
Wie sprechen wir heute? (4/9)



Liebt. Vertraut. Respektiert.
Sieh jeden Menschen so, wie er/sie ist und akzeptiere ihn/sie so, wie er/sie ist.
Respektiert und sorgt euch um Mensch, Tier und Natur gleichermaßen.

Vier von Neun
An neun Pfingsttagen erscheinen hier 
neun Beiträge von Seelsorger*innen aus Sankt Augustin

Dienstag, 11. Juni 2019

Am Pfingsttag ... 3/9

Am Pfingsttag kam ein Rauschen, wie züngelnde Flammen, und sie begannen zu reden.
Wie sprechen wir heute? (3/9)



Gott begegnet jedem Menschen unvoreingenommen
Gott schenkt immer wieder einen Neuanfang
Gott schenkt immer wieder Vertrauensvorschuss
Gott schenkt Vergebung
Gott liebt jeden Menschen
Gott liebt die Welt
Gott verheißt Leben – im hier und jetzt … auf ewig/in Ewigkeit
Für Gott ist jeder Mensch liebenswürdig
Nichts in deinem Leben ist gottlos
Nichts in diesem Leben ist gottlos


Drei von Neun
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Montag, 10. Juni 2019

Am Pfingsttag ... 2/9

Am Pfingsttag kam ein Rauschen, wie züngelnde Flammen, und sie begannen zu reden.
Wie sprechen wir heute? (2/9)





Gott liebt Dich – er liebt die Menschen.
Hab keine Angst.
es gibt Hoffnung.
Gott braucht Dich – er braucht jeden Menschen
um unsere Schöpfung, diese Welt, unser miteinander
zum Guten zu führen.
Wir Menschen brauchen einander,
wir brauchen Barmherzigkeit,
Offenheit, Respekt, Zuwendung.
Wir / Er wollen / will mit Euch / Allen
nach seinen Geschichten
in Eurem Leben suchen.


Zwei von Neun
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neun Beiträge von Seelsorger*innen aus Sankt Augustin

Sonntag, 9. Juni 2019

Am Pfingsttag ... begannen sie zu reden:

Am Pfingsttag kam ein Rauschen, wie züngelnde Flammen, und sie begannen zu reden.
Wie sprechen wir heute? (1/9)





 Gott ist groß - Denkt groß!
Gott geht voran - Seid mutig!
Gott ist Schöpfer - Seid kreativ!
Gott ist stark - Habt Hoffnung!
Gott ist Wort - Redet miteinander!
Gott ist Liebe - Liebt!
Gott sprengt Grenzen - Seid frei!
Gott verschenkt sich - Empfangt und gebt!
Gott ist - Glaubt!


Eins von Neun
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Sonntag, 14. April 2019

Gesucht: Vielfalt der Begabungen – im Dienst für die Menschen

"Verlust, Trauer und Schmerz – das alles kennt Gott".
 



Können Sie sich vorstellen, dass diese Worte in der Trauerfeier Ihnen auch von einer Frau zugesprochen werden? An einigen Stellen unseres Erzbistums gibt es das nun schon, dass nicht nur hauptamtliche Theologen, sondern Menschen aus verschiedenen Berufen und Kontexten ehrenamtlich zu Bestattungsbeauftragten ausgebildet und vom Erzbischof darin bestärkt und gesendet werden. Eva-Maria Will, die für die Trauerpastoral im Erzbistum Köln verantwortlich ist, weist auf die Chance dieser Entwicklung hin: „Eine kirchliche Begräbnisfeier ist für beide Seiten eine Chance, an einem sensiblen Lebenswendepunkt miteinander in Kontakt zu kommen. Eine würdige und einfühlsame Feier kann einen wichtigen Beitrag zum Gelingen von Trauerprozessen leisten. Gleichzeitig eröffnet sie eine bleibend wichtige Erfahrung mit der Kirche, ihrem zentralen Glaubensgeheimnis und ihrer Auferstehungshoffnung.“ 

Interessenten an der Ausbildung bringen eine hohe Motivation mit, Menschen das letzte Geleit zu geben und diesen „Dienst der Barmherzigkeit“ aus Überzeugung und mit entsprechender Haltung zu verrichten. „Dafür braucht es auch ein Stück Hingabe und großen Respekt vor dem Toten, dessen Würde ja über den Tod hinaus bleibt.“ Das Erzbistum bietet mit dieser Schulung einen geistlichen Weg an, den eine Gruppe von Interessierten dann miteinander geht und auf dem sie sich gegenseitig austauscht und auch stützt. Voraussetzung sei, sich in die jeweils sehr individuelle Trauersituation einfühlen zu können und dann den richtigen Ton zu treffen. Ebenfalls unabdingbar sei, dass sich jeder im Vorfeld über seine eigene Motivation klar werde.
 
Auch für Sankt Augustin wollen wir uns auf die Suche nach diesem Schatz der vielfältigen Gaben machen, von dem Kardinal Rainer Maria Woelki bei der Beauftragung vor fast drei Jahren sagte, wie reich er die Kirche beschenkt sieht: durch Menschen, die den Verstorbenen, den Lebenden und den Überlebenden dienen. Und die Zeugnis von der Hoffnung auf die Auferstehung von den Toten geben. Wenn Sie diese Worte berühren und Resonanz auslösen, dann nehmen Sie sie doch mit und überlegen, ob Sie vielleicht auch dieses Charisma spüren. Ob schon in näherer Zukunft oder vielleicht erst in einiger Zeit. So oder so ist es dann gut, mit einem Seelsorger darüber ins Gespräch zu kommen und gemeinsam nachzudenken. In unserer Stadt haben wir Jahr für Jahr deutlich über 200 Bestattungen, für die die katholische Kirche die Gestaltung im Gespräch mit den Angehörigen übernimmt.

Samstag, 22. Dezember 2018

...SCHLAF IN HIMMLISCHER RUH!


200 Jahre Stille Nacht – Heilige Nacht


Die Redaktion des Pfarrbriefes in Troisdorf (www.trokirche.de) hat ihre Weih­nachtsausgabe mit nachdenklichen Beiträgen aus heutiger Zeit zu den einzelnen Teilen der berühm­ten ersten Strophe entfaltet. Die AutorInnen und der Zeichner haben sie uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt:

Juan Francisco González, 2018

Manchmal wache ich mitten in der Nacht auf. Mit dem Schlaf ist es vorbei, weil ein Grübeln einsetzt. Mal habe ich wirklich Sorgen oder Stress, mal nur kleine Problemchen. Aber egal wie, ich liege wach und grüble. Bei Tage betrachtet, wundert
mich nur eines: dass ich angesichts einiger gesellschaftlicher Entwicklungen überhaupt noch ruhig schlafen kann. Ich denke daran, dass vor unserer europäischen Haustür, im Mittelmeer, immer wieder Menschen ertrinken. Sie sind, oft mit ihren kleinen Kindern, in Schlauchboote gestiegen, weil sie in ihrer Heimat in existenzieller Not sind oder keine Lebensperspektive haben. Wir wissen darum, und zwar seit Jahren. Da es sich aber um eine globale Problemsituation handelt, sehen
wir uns oft nicht in der Lage, nachhaltig etwas zu ändern, weder bezüglich der akuten Notlage, noch bezüglich der Ursachen der Migration. Und natürlich hat jeder von uns auch noch andere, eigene Probleme und Belastungen. Dennoch: Werden unsere Kinder nicht fragen: „Was habt ihr getan, als es früh genug war?“ Manche von uns werden dann gute Antworten haben: Menschen, die so handeln wie zum Beispiel
Rupert Neudeck es getan hat: Menschen, die sich aktiv in der Seenotrettung, Entwicklungshilfe oder Flüchtlingshilfe engagieren.
Nicht jeder ist in der Lage, sich so massiv einzusetzen. Aber jeder kann darüber nachdenken, was er oder sie persönlich tun kann: vielleicht spenden, vielleicht mit Bundestagsabgeordneten in Kontakt treten, um klarzustellen, welche Politik man als Christ erwartet. Sicher können Wahlberechtigte im nächsten Jahr an den Wahlen zum Europaparlament teilnehmen und dabei die Kräfte stärken, die an wirklichen
Lösungen für Probleme arbeiten und sich für ein gutes Zusammenleben aller Menschen einsetzen. Vielleicht ist es auch hilfreich, wenn man Stammtischparolen offen seine Meinung entgegensetzt, wenn wir nicht schlafen in den Momenten, in denen andere Polemik und Hetze verbreiten. Wo andere diffuse Ängste äußern, kann man nachfragen und den Blick öffnen für die Fluchtursachen von Menschen. „Himmlisch“ können wir dann wahrscheinlich immer noch nicht schlafen, aber vielleicht so, wie nach getaner Arbeit.

Ute Wolf